Maria von Katte: Frau Harke und das Riesenspielzeug (Langenweißbach 2022)
 
36 Seiten, eine Abbildung, Bestell-Nr. 1-4-77, Preis: 5,00 Euro
 

Frau Harke gilt als Göttin von indoeuropäischer Herkunft. Ihr Name ist seit dem Mittelalter in der Region zwischen Brandenburg und Havelberg bekannt, und nach ihr ist der Harkenberg in Ka-mern benannt. Mit der Riesin Harke ist die weltberühmte Sage vom Riesenspielzeug verbunden, die eine wechselvolle Geschichte durchlaufen hat.

Ich danke der Gemeinde Kamern für die Einladung, hier zu sprechen, an einem Ort, dessen be-glaubigte Existenz vor fast 700 Jahren begann. Kundige Forscher haben sich mit der Geschichte dieses Landstrichs befasst, und bis heute werden seine Sagen gehütet, bedacht und bekannt ge-macht. In den Jahren 1952/53 erschien in der Genthiner Volksstimme eine Folge von Artikeln, un-ter anderen von Elisabeth und Max Bathe, deren Begründung für diese Serie dem Sinne nach lau-tete: Wir müssen den Kriegsflüchtlingen unter uns in diesem bedeutungsvollen Landkreis Genthin das Einleben erleichtern, indem wir ihnen die wichtigsten Orte vor Augen führen. Die gegenwär-tigen Bemühungen im Landkreis Stendal verfolgen wahrscheinlich das gleiche Ziel.
Vor dem Blick Gesamtdeutschlands liegt der Elbhavelwinkel versteckt; fragen Sie nur einen Rheinländer oder Bayern! Wir dürfen uns aber mit der Tatsache trösten, dass jeder echte Edelstein im Verborgenen wächst. In der Antike wusste man, dass es ratsam sei, möglichst fern von Rom zu leben, wenn man seinen Frieden liebte. Und wenn sich heute ein Fremder aus unserer Hauptstadt auf die Suche nach einer gewissen Frau Harke „Frau … wer?” — in den entrückten Landstrich südlich Havelbergs aufmacht, fragt er bei seiner Ankunft als Erstes, wo er sich denn hier befinde.

Eine Antwort könnte lauten: Im alten Germanien.

 


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